Gedankentausch
mit einem Freund
Die neue Technik hat immer schon die Politik
verändert – siehe Handy, Smartphone in arabischen Ländern ... das Fernsehen in
der DDR – und im Ostern überhaupt ... Volksempfänger (auch die Autobahnen und
die Hoffnung auf “VW-Käfer”, Waschmaschinen, Fernseher und Kühlschränke, und
vor allem die Hitler’sche Sozialpolitik – “Kraft durch Freude” (KDF), das die kleinen Sozi- und
Kommunisten-Mitglieder/-Wähler vor 1933 in die weiten Arme der NSDAP getrieben hatte.
Spätestens - nach
dem “Röhm-Putsch 1934” - wurde die Röhm-SA geköpft, denn die SA-Männer
waren ja die wahren Feinde für Sozis/Stalinisten, vor allem auf der
Straße / in den Saalkämpfen.
Der Röhm-Putsch
war Hitlers Koalition mit der SS, mit dem Mittelstand, der Groß-Industrie, den
Beamten, der Reichswehr und den Intellektuellen (die deutschen Unis waren
lange vor ‘33 tief-braun, siehe Golo Mann, der das in seinen Büchern
beschrieben hat) - gegen die sozialistische, schwule Rabauken–SA, die ja nur
eine andere Gesellschaft wollte (siehe die Gebrüder Strasser, die
National-Bolschewisten, etc.) ...
Außerdem – der
Schock aus dem Ersten Weltkrieg, das war der Hunger in großen Teilen des
deutschen Volkes – das wusste Hitler ... das war seine ständige Warnung an die
Elite im Dritten Reich. Niemand soll hungern oder dursten und auch nicht frieren, so
sein Spruch.
Meine Mutter,
die ja nie in irgendeiner NS-Organisation war (auch nicht im BDM - wegen ihrer
nicht-arischen Mutter, die 1923 gestorben war) hatte in der Nazi-Provinz
keine Lehrstelle bekam. Deshalb ging meine Mutter als 15-Jährige nach Berlin
zur Schwester ihres Vaters – und ab 1935 hatte sie beim Lette-Verein eine Lehre
machen konnte. Sie war ein Nazi-Gegnerin, sagte mir nach dem Krieg:
Im Zweiten Weltkrieg wurde nicht gehungert – sie habe erst nach dem Krieg
gehungert.
Hitler hatte
das deutsche Volk nahezu zu 90-prozentig hinter sich - bis zum Kriegsende ...
und dann gab es den großen “Plumps” ... und keiner war mehr Nazi gewesen...
So ist die
spießige Propaganda ja heute noch:
1933 öffnete
sich ganz plötzlich die Erde – und heraus kam der Teufel Hitler, direkt aus der
Hölle, und regierte bis 1945 ... dann verschwand er wieder - in eine
Erdspalte.
Wie
gesagt:
die neue
Technik verändert die Politik der Menschen. Nach dem Krieg waren jahrelang die
Zeitungen sehr dünn und waren nur dreimal die Woche erschienen. Erst in den
siebziger Jahren wurden auch die Regionalzeitungen dick und dicker – und die
Verlage immer reicher und fetter.
Siehe
STIMME:
Dank der Amis
wurden die Verlegerfamilien Distelbarths / Schwerdtfegers regionale
Monopolisten ... und die neuen Drucktechniken sowie die neuen Vertriebswege
veränderten auch die Kommunikation in der Region.
Aber niemand
hat den Verlegern versprochen, dass nun eine neue, goldene
Journalisten-/Verleger-Ära für alle Ewigkeit beginnt.
Ein Heilbronner
Zyniker sagte mir mal, ein Kritiker des Hauses Distelbarth: Die Familie D. haben
doch auf dem Löwensteiner Rittelhof eine dicke Kerze vor ein Bild von Adolf
Hitler stehen – diese Nazi-Kerze wird jeden Morgen angezündet, mit dem Dank an
den Führer AH und seine Politik - denn nur mit dieser zerstörerische Nazi-Politik
haben die Distelbarths/Schwerdtfeger erst die Möglichkeit gehabt, die
Tageszeitung-Konzession von den Amis als „demokratischer Alleinunterhalter und
Monopolist“ zu bekommen.
Und heute: Die STIMME-Verlagshaus hat Neckar-Express (vernichtet), die echo, das Privatradio, die Tageszeitung ... eine kleine Post, etc. - aber im Internet-Zeitalter sind die STIMME-Macher noch nicht angekommen. Sie denken halt nicht an ihre Leser und Käufer. Die STIMME arbeitet immer noch mit Pferden, wenn andere schon mit Eisenbahn und Auto durch die Gegend fahren. Die Stimme denkt dumpf über die Konkurrenz nach - und kauft schnellere Pferde.
So denken und handeln bluppig und gierig Monopolisten - Beamte halt. Naja, die STIMME war ja auch nie ein richtiger Verlag für Tageszeitungen. Sie hätten auch mit Äpfeln und Weihnachtbäumen handeln können ...der Springer-Verlag in Berlin hat es erkannt. Und die Richtung für die Zukunft geändert.
Die Renaissance
hatte große Türen für die Technik in Europa und die Welt mit sich gebracht ...
aber zunächst gab es für Deutschland einen 30-jährigen Religionskrieg, bei dem
fast zwei Drittel der Menschen in deutschen Landstrichen starb – getötet –
erschlagen...
Durch Syphilis
(die größte Angst von Goethe) und andere Krankheiten “gestärkt”, machte sich
das andere Drittel nach 1648 auf – in das neue Zeitalter der “Aufklärung”
... in der AIDS, Ebola, etc. als normal betrachtet werden - vom dumpfen Mob.
Übertragen auf
uns – in unsere Zeit? In arabischen Ländern - und auch bei uns – oder in China
/ Indien?
Es wird
grausame Kämpfe mit vielen Toten geben (heute ja schon) – in den Kriegen um
Wasser, Lebensmittel, Energie, etc. werden grausam.
Die Menschen
sind heute ja sehr dumm, nur ein Drittel kann schreiben oder lesen... und wenn
sie das können, dann können sie noch lange nicht klug handeln.
Zur Zeit
Goethes konnten nur ein Zehntel der Menschen in Deutschland lesen und schreiben
... und trotzdem waren diese Jahre ein Zeitalter des großen Wachsens für die
Industrie, für die Landwirtschaft, für den Handel, für das Handwerk ....
OK – wir, die
schlichten Menschen ohne große Macht, können heute nur staunend zuschauen ...
ändern können wir nichts.
Dieses
Verändern der Gesellschaft durch Technik (Fax, PC, etc.) – das ist wie in
unserer Natur.
Wachsen und
Vergehen ...
Je älter ich
werde, desto stärker habe ich den Eindruck, auch der Krieg ist nur ein
Naturereignis.
Ein Ereignis,
das die Menschen nicht verhindern können ... wie auch keinen tödlichen und alles zerstörende Vulkan-Ausbruch.
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