Donnerstag, 28. August 2014

13. November 2013 - Zeitungen

Gedankentausch mit einem Freund

Die neue Technik hat immer schon die Politik verändert – siehe Handy, Smartphone in arabischen Ländern ... das Fernsehen in der DDR – und im Ostern überhaupt ... Volksempfänger (auch die Autobahnen und die Hoffnung auf “VW-Käfer”, Waschmaschinen, Fernseher und Kühlschränke, und vor allem die Hitler’sche Sozialpolitik –
Kraft durch Freude” (KDF), das die kleinen Sozi- und Kommunisten-Mitglieder/-Wähler vor 1933 in die weiten Arme der NSDAP getrieben hatte.

Spätestens - nach dem “Röhm-Putsch 1934”  - wurde die Röhm-SA geköpft, denn die SA-Männer waren ja die wahren Feinde für Sozis/Stalinisten,  vor allem auf der Straße / in den Saalkämpfen.

Der Röhm-Putsch war Hitlers Koalition mit der SS, mit dem Mittelstand, der Groß-Industrie, den Beamten,  der Reichswehr und den Intellektuellen (die deutschen Unis waren lange vor ‘33 tief-braun, siehe Golo Mann, der das  in seinen Büchern beschrieben hat) - gegen die sozialistische, schwule Rabauken–SA, die ja nur eine andere Gesellschaft wollte (siehe die Gebrüder Strasser, die National-Bolschewisten, etc.) ... 

Außerdem – der Schock aus dem  Ersten Weltkrieg, das war der Hunger in großen Teilen des deutschen Volkes – das wusste Hitler ... das war seine ständige Warnung an die Elite im Dritten Reich. Niemand soll hungern oder dursten und auch nicht frieren, so sein Spruch

Meine Mutter, die ja nie in irgendeiner NS-Organisation war (auch nicht im BDM - wegen ihrer nicht-arischen Mutter, die 1923 gestorben war) hatte in der Nazi-Provinz  keine Lehrstelle bekam. Deshalb ging meine Mutter als 15-Jährige nach Berlin zur Schwester ihres Vaters – und ab 1935 hatte sie beim Lette-Verein eine Lehre machen konnte. Sie war ein Nazi-Gegnerin,  sagte mir nach dem Krieg:  Im Zweiten Weltkrieg wurde nicht gehungert – sie habe erst nach dem Krieg gehungert.

Hitler hatte das deutsche Volk nahezu zu 90-prozentig hinter sich - bis zum Kriegsende ... und dann gab es den großen “Plumps” ... und keiner war mehr Nazi gewesen...

So ist die spießige Propaganda ja heute noch: 
1933 öffnete sich ganz plötzlich die Erde – und heraus kam der Teufel Hitler, direkt aus der Hölle,  und regierte bis 1945 ... dann verschwand er wieder - in eine Erdspalte.

Wie gesagt: 
die neue Technik verändert die Politik der Menschen. Nach dem Krieg waren jahrelang die Zeitungen sehr dünn und waren nur dreimal die Woche erschienen. Erst in den siebziger Jahren wurden auch die Regionalzeitungen dick und dicker – und die Verlage immer reicher und fetter. 

Siehe STIMME: 
Dank der Amis wurden die Verlegerfamilien Distelbarths / Schwerdtfegers regionale Monopolisten ... und die neuen Drucktechniken sowie die neuen Vertriebswege veränderten auch die Kommunikation in der Region.
Aber niemand hat den Verlegern versprochen, dass nun eine neue, goldene Journalisten-/Verleger-Ära für alle Ewigkeit beginnt.

Ein Heilbronner Zyniker sagte mir mal, ein Kritiker des Hauses Distelbarth: Die Familie D. haben doch auf dem Löwensteiner Rittelhof eine dicke Kerze vor ein Bild von Adolf Hitler stehen – diese Nazi-Kerze wird jeden Morgen angezündet, mit dem Dank an den Führer AH und seine Politik - denn nur mit dieser zerstörerische Nazi-Politik haben die Distelbarths/Schwerdtfeger erst die Möglichkeit gehabt, die Tageszeitung-Konzession von den Amis als „demokratischer Alleinunterhalter und Monopolist“ zu bekommen.  

Und heute: Die STIMME-Verlagshaus hat Neckar-Express (vernichtet), die echo, das Privatradio, die Tageszeitung ... eine kleine Post, etc. - aber im Internet-Zeitalter sind die STIMME-Macher noch nicht angekommen. Sie denken halt nicht an ihre Leser und Käufer. Die STIMME arbeitet immer noch mit Pferden, wenn andere schon mit Eisenbahn und Auto durch die Gegend fahren. Die Stimme denkt dumpf über die Konkurrenz nach - und kauft schnellere Pferde. 

So denken und handeln bluppig und gierig Monopolisten - Beamte halt. Naja, die STIMME war ja auch nie ein richtiger Verlag für Tageszeitungen. Sie hätten auch mit Äpfeln und Weihnachtbäumen handeln können ...der Springer-Verlag in Berlin hat es erkannt. Und die Richtung für die Zukunft geändert.

Die Renaissance hatte große Türen für die Technik in Europa und die Welt mit sich gebracht ... aber zunächst gab es für Deutschland einen 30-jährigen Religionskrieg, bei dem fast zwei Drittel der Menschen in deutschen Landstrichen starb – getötet – erschlagen... 

Durch Syphilis (die größte Angst von Goethe) und andere Krankheiten “gestärkt”, machte sich das andere Drittel nach 1648 auf – in das neue Zeitalter der “Aufklärung” ... in der AIDS, Ebola, etc. als normal betrachtet werden - vom dumpfen Mob.

Übertragen auf uns – in unsere Zeit? In arabischen Ländern - und auch bei uns – oder in China / Indien?

Es wird grausame Kämpfe mit vielen Toten geben (heute ja schon) – in den Kriegen um Wasser, Lebensmittel, Energie, etc. werden grausam.
Die Menschen sind heute ja sehr dumm, nur ein Drittel kann schreiben oder lesen... und wenn sie das können, dann können sie noch lange nicht klug handeln. 

Zur Zeit  Goethes konnten nur ein Zehntel der Menschen in Deutschland lesen und schreiben ... und trotzdem waren diese Jahre ein Zeitalter des großen Wachsens für die Industrie, für die Landwirtschaft, für den Handel, für das Handwerk ....

OK – wir, die schlichten Menschen ohne große Macht, können heute nur staunend zuschauen ... ändern können wir nichts.

Dieses Verändern der Gesellschaft durch Technik (Fax, PC, etc.) – das ist wie in unserer Natur.

Wachsen und Vergehen ... 

Je älter ich werde, desto stärker habe ich den Eindruck, auch der Krieg ist nur ein Naturereignis.

Ein Ereignis, das die Menschen nicht verhindern können ... wie auch keinen tödlichen und alles zerstörende Vulkan-Ausbruch.

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