Toleranz-Gesäusel
„Krieg und Frieden“ - im Sinne der
Jesuiten - als Soldaten Jesu ... Diese Toleranz gern ... Toleranz, Duldsamkeit,
Gelten-lassen und Gewähren-lassen fremder Überzeugungen ... das ist immer
eine Diskussion, ein Kampf der Gedanken. Deshalb als Leitspruch: Erkennen. TOLERANZ.
Das ist ein Wort, bei dem die Deutschen gern flennen (nach ihrer schrecklichen Verbrechen)
- “Nathan der Weise” als Taschentuch für Intellektuelle. Eines
der dümmsten Dramen, das ich kenne. Wer sein Theater voll haben will, muss
Nathan spielen. Das hat nichts mit dem Judentum, dem Christum oder den Islam zu
tun – hat nichts mit der Geschichte dieser Religionen zu tun. Als das Theater
Heilbronn mit Nathan in Israel spielte, was das Theater fast leer. Anders
gesagt: Die Juden haben nichts mit dem „Nathan“ am Hut – und die Muslime auch
nicht. Das hat nur etwas mit deutschem Denken zu tun. Viel lieber ist mir Shakespeares
„Kaufmann von Venedig.. Diese Aufklärung?
– Nee. Der “Sturm und Drang” ist mir viel lieber. “Nathan” hat nichts mit
Aufklärung zu tun, sondern mit dem
heftigen Streit zwischen dem protestantischen, lutherischen Pfaffen aus Hamburg namens Johann Melchior
Goeze und
dem schlechten Theaterdichter Lessing. Hysterisches Geschrei – und Flennen: Streit zwischen hysterischen Weibern auf dem
Flur ... im Gegensatz dazu: der Jesuiten-Staat in Südamerika. Das ist
Aufklärung, die den Mächtigen weh tat ... deshalb zerstörten die Kirche in Rom und die Mächtigen
(Adel) in Südamerika diesen wunderbaren Utopia-Staat mit Jesuiten/Indianern.
Dagegen ist “Nathan” nur Toleranz-Gesäusel ... Wir leben nicht im Himmel
und auch nicht in der Hölle - auf unserer Erde, sondern wir kämpfen – wie
Guerilla-Kämpfer ... und um was? Das ist meine bohrende Frage, mit der ich nach eine Antwort schon lebenslang
suche... siehe Ernst Jünger, siehe Robert Spaemann ...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen