Ich rede zuviel
Das ist mein typisch-kleinbürgerliches (nicht gerade intellektuelles, oder gar bürgerliches) Verhalten und Denken, das ich so gelegentlich an den Tag lege - in meinem Aphasie-Wahn.
Das ist mein typisch-kleinbürgerliches (nicht gerade intellektuelles, oder gar bürgerliches) Verhalten und Denken, das ich so gelegentlich an den Tag lege - in meinem Aphasie-Wahn.
Was mich so in meinem seltsamen Leben gelegentlich beeindruckt hatte, das muss ich dann anderen Leuten ungefragt um die Ohren schlagen.
So bin ich halt ...
Thomas Mann hatte das mal ganz genau beschrieben – als typisch “kleinbürgerlichen” Verhalten
– aber es gab auch berühmte
Schriftsteller, die das so wie ich praktizierten: Hemingway, etc.
Und blässliche, großbürgerliche Jungfern, die nichts anderes als den lieben ganzen Tag zu tun hatten - als zu lesen.
Diese Jungfern haben im 19. Jahrhundert vor allem Ritterromane verschlungen – der Schwager von Goethe, Christian August Vulpius, hat damit viel Geld verdient. Der hatte viel größere Auflagen mit seinen Ritterromanen als der deutsche Literatur-Zeus W.v.G. - Und damit mehr Geld.
Das habe ich in meinem Literaturstudium in Stuttgart gelernt – in einer Sturm-und-Drang-Vorlesung bei einem Professor Fritz Martini .
Jetzt habe ich im Internet über ihn gelesen : “Fritz Martini studierte an den
Universitäten Zürich, Graz, Heidelberg, Grenoble und Berlin. 1933 promovierte er in Berlin über Wilhelm Raabe. 1933 trat er in die NSDAP und die SA als
Sturmmann ein und hielt nazistische Schulungsvorträge”.
Aber seiner “deutsche Literaturgeschichte” ist bis heute sehr bekannt – und er war auch viel in Weimar. Damals... in den siebziger Jahren - in der DDR. Sic!
Und komisch. Er war trotzdem auch noch ein
großer Thomas-Mann-Kenner – und Unterstützer der sozial-liberalen Regierung
(obwohl er mal Nazi war). Aber in dieser Zeit, als ich studierte, sprach
niemand darüber...
Unsere Welt ist manchmal sehr seltsam-komödiantisch.
Wichtiger als dieser Stuttgarter Nazi-Professor ist mir immer der Schriftsteller Arthur Koestler und sein Roman “Sonnenfinsternis”... oder auch die Schriften von Stefan Zweig, Henry James, Ernst Kästner, Ernst Jünger, Bruce Chatwin, Anthony Burgess, Thomas Mann, Heinrich Mann, Heinrich Heine, Gerhart Hauptmann, Giorgio Bassani, Ernst von Salomon, Astrid Lindgren, etc.
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